
©Marktgemeinde LE di*mann
Ab 08.09.2025 im Volksschulumfeld
Im Rahmen des Forschungsprojekts „SAFE – Wir schaffen Raum für ein sicheres Schulumfeld“ werden ab dem 8. September 2025 vor der Volksschule Langenzersdorf mehrere Maßnahmen getestet, um das direkte Schulumfeld verkehrstechnisch zu beruhigen und dadurch die Sicherheit unserer Schulkinder zu erhöhen.
„Schulstraße“ vor der Volksschule
Der Begriff Schulstraße ist in Langenzersdorf als Straßenname bereits allgegenwärtig. Aber eine Schulstraße bezeichnet auch ein verkehrstechnisches Konzept, nämlich einen Straßenbereich, der in einem kurzen Zeitfenster – bei uns von 7:30 bis 8:15 Uhr – für den motorisierten Verkehr - mit Ausnahme von Anrainer:innen, Linienbussen, Einsatzfahrzeugen und durch einen Behindertenausweis gekennzeichneten Fahrzeugen - gesperrt wird.
Bild: Plan der Schulstraße inkl. der 6 naheliegendsten Standorte der Elternhaltestellen
Die neu verordnete Schulstraße beginnt an der Kreuzung Schulstraße/Untere Kirchengasse und wird mit Schulweglots:innen abgesichert. Die einfahrtberechtigten Fahrzeuge dürfen nur in Schrittgeschwindigkeit (5 km/h) fahren, dies gilt auch für Fahrräder. Auch Fußgänger:innen dürfen die Fahrbahn benutzen. Es entsteht also eine beruhigte Verkehrssituation in der alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt agieren können. Verordnung Schulstraße
Betroffene Eltern und Anrainer:innen wurden ebenfalls schriftlich informiert. Elternbrief Anrainerbrief
Im Rahmen des Webinars am 3. September wurden interessierte Eltern und Bürger:innen über die geplante Schulstraße vor der Volksschule Langenzersdorf informiert. Die wichtigsten Fragen und Antworten haben wir in einem Dokument für Sie zusammengefasst: Fragen & Antworten "Schulstraße"
Begleitmaßnahmen
• Einrichtung von Elternhaltestellen
Damit Schulkinder, die mit dem Auto zur Schule gebracht werden, sichere Möglichkeiten zum Aussteigen haben, werden an 6 Standorten im Schulumfeld insgesamt 15 Stellplätze eingerichtet, an denen Elterntaxis kurz halten und dann direkt weiterfahren können. Der Standort bei der Pfarrkirche kann als Elternhaltestelle für den SchulGehBus genutzt werden. Verordnung Elternhaltestellen
UPDATE ZU SAFE (Stand Oktober)
Während der mehrwöchigen Probephase im Umfeld der Volksschule konnten wir Rückmeldungen aus der Bevölkerung sammeln und auswerten. Ziel ist es, die Zufriedenheit und Sicherheit im Schulumfeld weiter zu erhöhen und den Ablauf zu optimieren.
Auf Basis dieser Erfahrungen wurden – vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung – folgende Änderungen umgesetzt:
- Reduktion der Geltungszeit der Schulstraßenverordnung und Elternhaltestellen auf 7:30 bis 8:00 Uhr (bisher 7:30 – 8:15 Uhr)
Die Beobachtungen haben gezeigt, dass der Bringverkehr zur Schule verlässlich um kurz vor 8 Uhr endet. Somit kann das Ende der Geltungszeit der Schulstraße von bisher 8:15 auf 8:00 verkürzt werden. - Änderung der Elternhaltestellenverordnung auf ein Halte- und Parkverbot (bisher nur Parkverbot)
Eine Herausforderung im aktuellen Probebetrieb war die Verfügbarkeit der Elternhaltestellen. Die Elternhaltestellen sollen ein sicheres Aussteigen der Kinder ermöglichen, damit diese die letzten Meter zur Schule alleine gehen können. Diese wurden jedoch regelmäßig trotz bewusstseinsbildenden Maßnahmen als Parkplatz genutzt. Das betraf besonders die stark genutzten Haltestellen in der Andreas-Hoferstraße und Friedhofstraße. - Anpassung der Elternhaltestellen
Standort Hohlfeldergasse wird aufgelassen, Standort Schulstraße wird von 4 auf 2 Stellplätze reduziert.
Die Umsetzung dieser Maßnahmen (an Schultagen) erfolgte mit 3. November.
Entsprechende Verordnungen und weitere Informationen sind auf unserer Website veröffentlicht: www.langenzersdorf.gv.at/Unser_Ort/Klima_Umwelt_Mobilitaet/Sicherheit_im_Schulumfeld
• SchulGehBus
Den SchulGehBus gibt es in Langenzersdorf schon länger, allerdings werden die zur Verfügung stehenden Routen nicht immer benutzt. Es geht darum, Kinder sicher, gesund und gemeinsam zur Volksschule Langenzersdorf zu bringen. Entlang festgelegter Routen mit Haltestellen schließen sich die Kinder zu Fußgruppen zusammen und werden (vor allem anfangs) von Begleitpersonen unterstützt. Als gute Alternative zum Elterntaxi rückt der SchulGehBus jetzt wieder in den Fokus: hier
• Radfahren gegen die Einbahn
Um Radfahrer:innen die Zufahrt zur Schule zu erleichtern, soll zukünftig das Radfahren gegen die Einbahn in der Steyrergasse (sowohl von der Andreas Hoferstraße als auch von der Schulstraße aus) legalisiert werden.
• Verkehrsberuhigung in der Unteren Kirchengasse
Die Untere Kirchengasse (zwischen Steyrergasse und An der Bahn) ist derzeit eine Wohnstraße. Diese darf nur in Schrittgeschwindigkeit befahren, aber nicht durchfahren werden. Nachdem diese Verkehrsregelung in der Praxis nicht zufriedenstellend eingehalten wurde, soll zukünftig ein Allgemeines Fahrverbot (ausgenommen Zufahrten zu privaten Grundstücken) Abhilfe schaffen.
Während des Probebetriebes werden Erfahrungen gesammelt und ausgewertet, um die Wirkung der Maßnahmen zu evaluieren. Je nach Ergebnis werden notwendige Anpassungen vorgenommen.
Weitere Infos: Verkehrsschilder-Kurzübersicht zum Download: hier